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08.02.2012 - 03:42 h
 
 
   
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Moderne Zugbahnhöfe   

a) 30 Minuten Takt
b) Stufenlose Zugänge
c) Keine Schlangen durch die Fahrkartenautomaten
d) Optimierte Zug-Bus Anschlüsse
e) Bahn + Fahrrad

Kurze Beschreibung und Problemstellung

Überall in Europa hat sich die Neuorientierung und Umgestaltung der Bahnhöfe zu wichtigen Knotenpunkten einer neuen Intermodalität als eine jener Schlüsselmaßnahmen herausgestellt, die es ermöglichten, dass der Anteil der sogenannten vertretbaren Mobilität (Fahrradfahrer, Fußgänger, öffentlicher Verkehr) zunehmen konnte. Wer sich nämlich entschließt, ohne Privatauto unterwegs zu sein, braucht in erster Linie eine ansprechende Location, die leicht zu Fuß erreicht werden kann, die aber auch funktionell darauf ausgerichtet ist, Fahrrädern, Mopeds oder Autos genügend Parkplätze zu bieten, um dann entspannt in ein öffentliches Verkehrsmittel steigen zu können.

Der Zugbahnhof muss den Fahrgästen aber auch eine Reihe von Mobilitätsdienstleistungen bieten können, wie z.B. Informations- und Fahrkartenschalter, Wartesäle und Erfrischungsmöglichkeiten, Fahrradverleih oder eventuell sogar die Möglichkeit eines Car-Sharings. Der Bahnhofsbetrieb muss vor allem auch auf die Bedürfnisse der Senioren oder behinderter Menschen zugeschnitten sein, auf Menschen, die mit schwerem Gepäck reisen oder mit dem Fahrrad im Anhang. Es müssen also alle architektonischen Barrieren beseitigt werden, die diesem Ziel eines modernen, ergonomisch ausgerichteten und benützerfreundlichen Bahnhofsbetriebes entgegenstehen, sei es in der Infrastruktur oder in der Einrichtung selbst, oder etwa die Stufen, die bis dato überwunden werden müssen, um in einen Zug zu steigen.  

In diesem Sinn setzte die Wiederinbetriebnahme der Vinschger Bahn Meran-Mals sicherlich einen starken Impuls für die Neuorientierung und Neugestaltung der Bahnhöfe. Im gesamten Vinschgau  wurden die Bahnhöfe entsprechend ausgebaut, um die mehr als eine Million Fahrgäste aufzunehmen, die bereits im ersten Jahr diese Linie benutzt haben.

Erzielte Ergebnisse - Zukunftsperspektiven

Im Zeitraum 2003-2006 konnte im Burggrafenamt weiterhin die Qualität der Züge und des Zugverkehrs, aber auch die Qualität in den  Zugbahnhöfen selbst enorm verbessert werden. Auf der Linie Bozen-Meran-Mals verkehren die Züge nunmehr schon im 30-Minuten-Takt; die Züge selbst sind nun viel komfortabler und klimatisiert, was im Sommer zu einer mehr als 10%-igen Zunahme der Fahrgäste geführt hat. Der Trend, der einen vermehrten Gebrauch des Privatautos aufzeigte, konnte somit gestoppt werden, doch die Möglichkeiten, die der Bahnverkehr bieten kann, sind noch längst nicht erschöpft.

Die Bahnhöfe der Linie Meran-Mals wurden nach modernen Standards gebaut bzw. modernisiert. Auch die Bahnhöfe entland der Strecke Meran-Bozen erfuhren wesentliche Erneuerungen hinsichtlich der Gestaltung der Wärtesäle (Sitzplätze, Heizung ... ), der Zugänge zu den Bahnsteigen (niedere Stufen, fester Unterboden, Überdachung, Behinderten-freundlichkeit, ... ), des Informationsangebotes (Fahrpläne, An- und Abfahrtszeiten auch auf Display, Touristik-Infos, ... ), der Parkplätze (PKW, Fahrrad, Scooter, ... ), der Toilletten (Sauberkeit, behindertengerecht, ... ) und des Angebotes von Bars/Restaurants.

Der Bahnhof von Meran wird in wenigen Jahren zum wichtigsten Knotenpunkt für die gesamte Mobilität im Burggrafenamt werden: durch die Schaffung eines Mobilitätszentrums (siehe eigenen Punkt), die neue Anbindung an die Me-Bo (Aus-und Einfahrt), durch den Küchelbergtunnel ins Passeiertal, durch überdachte und unterirdische Parkplätze für  Pkws, Mopeds und Fahrräder, als End- bzw. Umsteigestation der außerstädtischen Buslinien, und schlussendlich durch die optimale Anbindung an das inner- und außerstädtische Radwegenetz. 

 

   
   

Wandern mit Bus & Bahn
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