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Die Mobilitätszentrale als kundenorientierte Einrichtung 
a) Information
b) Auto- und Fahrradverleih
c) Ticketverkauf
d) Beratung
e) Sonderdienstleistungen
Problemstellung
Während man früher unter Verkehrsmanagement eher strukturorientierte Lösungen wie den Bau von Straßen oder lenkende Maßnahmen wie das Erlassen von Geboten und Verboten verstand, will man mit der Mobilitätszentrale den Ansatz für ein „intelligenteres“ Mobilitätsmanagement schaffen, das sich auf die Nachfrage in der Mobilität konzentriert, das sogenannte Mobility Management.
Während die verschiedenen Infrastrukturen sozusagen die "Hardware" darstellen, wäre das Mobility Management die "Software" , die notwendig ist, damit das gesamte Verkehrssystem gut funktionieren kann. Da jede Erweiterung der Infrastrukturen oder der Anzahl der Fahrzeuge irgendwann unweigerlich an ihre physischen oder finanziellen Grenzen stoßen wird, ist es viel besser, die bereits bestehenden Ressourcen durch ein geeignetes Management zu optimieren.
Durch Information, Koordination und Kommunikation ist es möglich, die verschiedenen Mobilitätslösungen effizienter zu gestalten, da man gezielt auf die Bedürfnisse der Bevölkerung und der Gäste eingehen kann, was schlussendlich zu einer größeren Kundenzufriedenheit führt. Im Bereich des öffentlichen Verkehrs ist es leider oft so, dass die bestehenden Verkehrsunternehmen vielfach nebeneinander, aber nicht miteinander arbeiten: durch innovative Maßnahmen können die vorhandenen Ressourcen dagegen optimiert und zum Wohle aller eingesetzt werden.
Lösungsvorschläge Die Mobilitätszentrale ist eine Anlaufstelle für all jene, die die Informationen und Dienstleistungen des Mobilitätsmanagements in Anspruch nehmen möchten. Als kundenorientierte Einrichtung sollte die Mobilitätszentrale idealerweise im Stadtzentrum, z.B. im Bereich des Bahnhofs, liegen. Die Mobilitätszentrale wird ihre Dienste sowohl Einzelpersonen als auch Organisationen zur Verfügung stellen und somit aktiv dazu beitragen, Informationsdefizite abzubauen, Hemmschwellen zu überwinden oder auch physische Barrieren bei der Benützung der sogenannten vertretbaren Mobilität (Fahrrad, zu Fuß und öffentlicher Verkehr) zu verringern.

Um dieses Ziel zu erreichen, bietet die Mobilitätszentrale nicht nur weitläufige Informationen bezüglich aller existierenden Verkehrsmittel, sondern zugleich auch verschiedene Dienstleistungen in diesem Bereich an: die verschiedenen Verkehrsmittel sollen optimal miteinander verknüpft werden, damit die Stärken und Vorzüge der einzelnen Verkehrsträger auch genutzt werden können.
Die Mobilitätszentrale wird vor allem Informationen und Dienstleistungen für die städtische/regionale Ebene anbieten, doch selbstverständlich sollen auch Informationen bezüglich anderer Regionen angeboten werden (z.B. Fahrplanauskünfte auf Europaebene).
Das vielfältige Angebot einer Mobilitätszentrale lässt sich in folgende Kategorien unterteilen:
- Information und Beratung (Information bzg.Fahrpläne und Tarife, Tourismusinformationen, Radwegekarten, Routenplanung, Beschwerde-Management),
- Consulting (Mobilitätspläne, Beratung für Schulen und für Menschen mit Behinderung)
- Öffentlichkeitsarbeit und Bildung (Mobilitätserziehung, Sensibilisierungskampagnen, Aktionstage)
- Transportorganisation und -koordination (Car Sharing, Mitfahrbörsen, Anrufsammeltaxi, Transportangebote für Menschen mit Behinderung)
- Verkauf und Reservierung (Verkauf von Fahrscheinen und Sitzplatzreservierungen, Verkauf von Parkscheinen, Vermietung von Fahrrädern, Verkauf von Eintrittskarten bei Veranstaltungen, Hotelreservierung),
- Neue Mobilitätsprodukte und Serviceangebote (Jobtickets, Kombi-Tickets, Schüler-Tickets, Gästekarte, Angebot Car Sharing und öffentliche Verkehrsmittel).
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