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08.02.2012 - 03:35 h
 
 
   
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Verkehrsorganisation - Management  

a) Koordinierung der Mobilitätspolitik
b) Innovative Lösungen
c) OrganVerkehr muß organisiert werden
d) Beschwerdemanagement
e) Mobilitätszentrale

Kurze Beschreibung und Problemstellung

Die große Attraktivität des motorisierten Individualverkehrs liegt sicher in der immer steigenden Nachfrage nach einer noch schnelleren und flexibleren Mobilität, auch wenn diese Lösung wohl eine der teuersten Mobilitätslösungen überhaupt darstellt. Vor allem aber verursacht dieser Trend zum Individualverkehr steigende Verkehrsbelastungen für Mensch und Umwelt.

In den verschiedenen Verkehrserhebungen konnte inzwischen nachgewiesen werden, dass der Großteil des Verkehrsaufkommens im Burggrafenamt durch den Nahverkehr entsteht, der sich im Umkreis von weniger als 50 km bildet; das Problem ist also nicht auf den Transitverkehr zurückzuführen. Um das Verkehrsproblem zu lösen, muss also in erster Linie die Mobilitätspolitik auf lokaler Ebene verbessert werden. Es geht nicht darum einzelne, voneinander unabhängige, Maßnahmen zu setzen, sondern gemeinsam neue Strategien und Lösungskonzepte für die Zukunft zu entwickeln, die dann schrittweise umgesetzt werden können. Dabei müssen auch die Bürger selbst zunehmend in diesen Prozess miteinbezogen werden.

Es lag sozusagen in der Natur der Dinge, dass die Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt 2003 ihre Rolle als übergemeindliche Koordinierungsstelle nun auch im Bereich der nachhaltigen Mobilität wahrgenommen hat und daraufhin ein entsprechendes ESF-Projekt „Einführung eines Mobilitätsmanagementsystems zur Verbesserung der wirtschaftlichen Effizienz des Verkehrssystems im Raum Burggrafenamt" eingereicht hat.

Das Ziel dieses Projektes liegt somit in der Bildung eines Netzwerkes für die effiziente Koordinierung der Mobilitätspolitik. Eine solche zentrale Struktur kann viel schneller und effizienter arbeiten, da sie genügend Fachpersonal zur Verfügung hat, um sich spezifisch auf die Förderung einer nachhaltigen, vertretbaren  Mobilität zu konzentrieren. Zu diesem Zweck wurde im Jahr 2005 die Abteilung für Umwelt der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt in die neue "Abteilung für Umwelt- und Verkehr" umbenannt, welche neben der Abfall- und Abwasserwirtschaft nun auch die Verkehrsproblematik übernommen hat. Ein wesentlicher Teil der Arbeit liegt dabei vor allem in der Beratungstätigkeit, welche den Gemeinden, den verschiedenen  Tourismusorganisationen und den Konzessionären der öffentlichen Verkehrsdienste zur Verfügung gestellt wird. 

Erzielte Ergebnisse
Nachdem die Bezirksgemeinschaft nun schon drei Jahre im Bereich der nachhaltigen Mobilität tätig ist, wird es nun möglich, eine erste Bilanz bezüglich der erreichten Ergebnisse zu ziehen.

Das Koordinierungsnetzwerk innerhalb der Bezirksgemeinschaft funktioniert bereits sehr gut.

 

Die erste Feuerprobe war sicherlich die Feinstaubproblematik während der Wintermonate, wobei die Koordinierungszentrale eine wichtige Rolle für die Entwicklung und die Umsetzung einer gemeinsamen Strategie zur Lösung  der Feinstaubproblematik übernommen hat: im Winter 2005 haben nämlich acht Gemeinden des Meraner Talkessels entschieden, dieselben Maßnahmen für die Verbesserung der Luftqualität zu treffen.
So wurden Verkehrseinschränkungen verhängt, vom alternierenden Fahrverbot bis hin zum totalen, abhängig von lokaler Feinstaubkonzentration und – teilweise – auch vom benutzten Fahrzeugtyp.
Bereits im Winter 2008/2009 konnten die Verkehrseinschränkungen auf  die Fahrzeuge Euro 0 und 1 sowie die Zwei-Takt-Motorräder reduziert werden, da eindeutig eine Reduzierung der Feinstaubkonzentration zu vermerken war.
Nachdem in den frühen Jahren dieses Jahrzehnts die öffentlichen Verkehrsmittel von immer weniger Fahrgästen benutzt wurden, konnte über ein breitgefächertes Angebot hinsichtlich des öffentlichen Verkehrs in Form von zusätzlichen Linien und Einführung des 15-Minuten-Taktes auf stark frequentierten Strecken, unterstützt durch Info-Kampagnen, einer sehr interessant gestalteten Preispolitik für Tickets konnte eine eine Trendwende beobachtet werden.
Auch Angebote alternativer Mobilität, wie Fahrradverleih, Car-Sharing oder Car-Pooling wurden verstärkt beworben und in Anspruch genommen.

 

   
   

Wandern mit Bus & Bahn
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